Man war zwar wieder knapp dran, auch im zweiten Anlauf waren den Rats gegen die Tabellenführer aus Gramastetten aber keine Punkte vergönnt. Nicht zuletzt auch deswegen, weil man den Start in die Partie komplett verschlief. Die Rangers schnürten die Rats schon im ersten Shift im eigenen Drittel ein. Die Chance zur Befreiung war zwar da, es gelang aber mehrmals nicht die Scheibe über die blaue Linie zu bekommen und so kam es wie es kommen musste: Ein schneller Pass im Slot, ein One-Timer ins kurze Eck und die Rangers waren in Führung. Immerhin diente das frühe Gegentor als Weckruf für die Rats, man kam besser ins Spiel und konnte sich auch erste Chancen erarbeiten. Noch im ersten Drittel gelang der Ausgleich zum 1:1 auf etwas kuriose Weise. Nach einem Zweikampf an der Bande blieb ein Rodltaler liegen (konnte anschließend zum Glück aber weiterspielen), die Schiedsrichter entschieden sich aber dagegen abzupfeifen und Patric Köck konnte die kurze Verwirrung nutzen und bezwang den Rangers-Schlussmann im Alleingang. Die Rats hätten im ersten Abschnitt durchaus auch in Führung gehen können, ein Schlagschuss von Thomas Pichler traf aber nur die Stange und ein Schuss von Dany Boytsov aus vielversprechender Position fiel zu zentral aus.

Diesmal gab es nach dem Spiel hängende Köpfe bei den Rats.

 Im weiteren Verlauf des Spiels blieben große Chancen für die Rats eher Mangelware. Die Rangers übernahmen im zweiten Drittel wieder mehr das Kommando und fanden einige Gelegenheiten zur Führung vor. Die größte vergab Rangers-Topscorer Stefan Leitner in Form eines Penaltys den Rats-Goalie David Fuchs entschärfen konnte. Kurz später ging das Duell aber anders aus, die Rats brachten die Scheibe neuerlich nicht aus dem Verteidigungsdrittel und ein verdeckter Schuss fand seinen Weg an der Stockhand vorbei. Mit dem knappen Rückstand der Rats ging es auch in den Schlussabschnitt. Beide Teams hatten auch genügend Gelegenheiten ihre Special Teams zu testen, auf beiden Seiten wurden einige Strafen ausgesprochen. Tore sollten bis in die Schlussminute aber keine mehr gelingen. Nach einem Timeout warteten die Rats auf die Gelegenheit mit einem 6. Feldspieler auf den Ausgleich zu drücken, soweit sollte es aber gar nicht mehr kommen. Kurz vor Ende der Partie brachte ein Rodltaler die Scheibe seitlich vors Tor, diese sprang vom Rats-Goalie unglücklich über die Linie. Mit dem 1:3 war die Partie somit gelaufen.

Die Rats waren wieder knapp dran, wieder war es aber zu wenig um gegen den Spitzenreiter zu punkten. Damit muss man weiterhin um einen Top 3-Platz (und damit einen Fixplatz in den Playoffs) zittern. Da mit Ice Ätsch einer der direkten Konkurrenten im zweiten Spiel des Abends einen Punkt liegen ließ, haben die Rats immerhin nach wie vor alles selbst in der Hand. Nächsten Montag folgt das letzte Spiel des Grunddurchgangs gegen die Linzer Eisbären. Mit einem Sieg könnten die Rats nicht mehr aus den Top 3 verdrängt werden, mit jedem anderen Ergebnis wäre man auf Schützenhilfe angewiesen.

Endstand 1:3

Tor: Köck